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Typhoon Plus von RCRCM

6. April 2021

Mit Aktionen sollte man mich nicht locken, weil ich eine Schwäche dafür habe. Modellmarkt24.ch hat aber genau das gemacht. Interessanterweise eine reverse Auktion: Die ausgewählten Modelle wurden jeden Tag 10% günstiger. Also musste man spekulieren, wann der richtige Zeitpunkt zum Zuschlagen wird. Ich sabberte auf einen Typhoon Plus, da ich immer noch einen Ersatz für meine motorisierte Alpina 3001 suchte.

Nun, bei 40% habe ich zugeschlagen und für knapp 500.- einen feinen 3m Segler bekommen. Hätte ich die Wahl gehabt, hätte ich ihn zwar nicht in Gelb/Weiss genommen, aber nach längerem Ansehen gefällt mir das Teil eigentlich recht gut. Was aus dem Karton kam, war erste Sahne und eigentlich recht leichtgewichtig. Nur das mit dem Motorisieren erledigte sich beim Anblick des soliden Rumpfes, der eher einen dreieckigen Querschnitt hat und nicht auf einen runden Spinner anzupassen war. Nun denn, ich verschmähe auch einen coolen Nursegler nicht.

Der Ausbau war Standard, und fast analog zum Tomcat Evo. Ausser dass hier die Bowdenzüge brauchbar verlegt waren. Ich hatte noch eine Menge Futaba S3150 herumliegen, die ich als letzte ihrer Art in der Typhoon ‹entsorgen› konnte. Schon lange hat das X10 das 3150 als mein Standardservo abgelöst – Die 3150er haben halt immer ein geringes Spiel, und es fehlt die praktische liegende 3-Punkt Befestigung. Da die im Bausatz enthaltenen Servorahmen nicht zum 3150 passen, habe ich mir welche gefräst. Auch hier habe ich statt der übertrieben dicken beiliegenden Servoabdeckungen selbst welche aus PVC geschnitten. Fürs Leitwerk habe ich zwei KST DS213MG eingebaut.

Diesmal habe ich mich entschlossen, der fertigen Pendelleitwerkanlenkung zu vertrauen und das Heck nicht aufzuschneiden. Die Nasen- und Endleisten musste ich noch etwas entgraten, das Rumpfservobrettchen zuschneiden und ganz viel Blei (fast 400g) in der Nase um den 2000mAh 4s Eneloop Akku verstauen. Teils aus eingeharztem Bleischrot, teils aus zugeschnittenen Bleiplatten. Ganz am Schluss, nach dem Auswiegen, habe ich das Ballastrohr für weitere 770g Messingruggel so bearbeitet und eingeharzt, dass es genau im Schwerpunkt von 102mm liegt.

Fertig gebaut ist der Flugi dann doch 2,7Kg schwer geworden. Der Westwind kann kommen!